Die SCHUFA bringt einen neuen Score raus. Er wird der „beste Score“ den es gab, und er ist „nachrechenbar„. Alles was du über den neuen SCHUFA-Score wissen musst, erfährst du hier.

Der neue SCHUFA-Score, oder bye bye Blackbox. Die SCHUFA bringt einen neuen Score und ersetzt den Basisscore. Sie nennt ihn den besten Score und sagt: Er ist komplett nachrechenbar.“ Er basiert auf 12 einfachen Kriterien. Das will ich unter die Lupe nehmen.
Warum ein neuer SCHUFA-Score?
Ab Ende März 2026 führt die SCHUFA einen neuen, einheitlichen Score ein. Damit soll die Bewertung deiner Bonität einfacher, transparenter und moderner werden.
Einheitlich? Im Moment gibt es den Basisscore und Branchenscores. Für viele unverständlich und vielleicht verwirrend. Daher soll es nun einen einheitlichen Score geben.
Der Score ersetzt zusätzlich die sechs bisherigen Branchenscores, die zum Beispiel von Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Telekommunikationsunternehmen sowie im Handel und im Versandhandel bzw. E-Commerce genutzt wurden.
Der neue SCHUFA-Score wurde komplett überarbeitet. Er ersetzt den bisherigen SCHUFA-Basisscore, der bisher als Orientierungswert für Privatpersonen diente. Du siehst also ab März den „echten“ SCHUFA-Score, den jeder sieht.
Übrigens: Bei der SCHUFA (APP, Abo, Selbstauskunft/ Datenkopie) als auch bei bonify.
Außerdem: Statt wie bisher über 250 verschiedene Kriterien zu nutzen, wird der neue Score nur noch aus 12 Kriterien berechnet. So kannst du leichter nachvollziehen, wie deine Bewertung zustande kommt. Du sollst ihn komplett berechnen können. Mit Papier und Stift, wenn du so willst.
Mehr Transparenz:
Du sollst besser verstehen können, wie dein Score zustande kommt. Über ein Datencockpit kannst du deine Daten einsehen und sogar sehen, wie sich bestimmtes Finanzverhalten auf deinen Score auswirken kann.
Weniger Kriterien:
Früher wurden bis zu 250 Kriterien berücksichtigt. Künftig sind es nur noch 12. Dadurch wird es einfacher nachzuvollziehen, wie dein Score berechnet wird.
Anpassung an neues Konsumverhalten:
Moderne Zahlungsarten wie „Buy Now, Pay Later“, kleine Online-Kredite oder häufigere Bankenwechsel werden besser berücksichtigt.
Einfacheres System:
Der neue Score ersetzt den bisherigen Basisscore und die verschiedenen Branchenscores, zum Beispiel für Handel oder Telekommunikation.
Weiterhin zuverlässige Bewertung:
Trotz der Vereinfachung soll der Score weiterhin gut vorhersagen können, ob Rechnungen bezahlt werden. So sollen Zahlungsausfälle und Überschuldung besser vermieden werden.
Was sind die 12 Kriterien des neuen SCHUFA-Scores?
Die zwölf Kriterien sind für Tester des SCHUFA-Accounts einsehbar – selbst bei Reddit kannst du sie schon sehen:
- Kriterium 1: Zahlungsstörungen
- Kriterium 2: Alter des ältesten Bankvertrags
- Kriterium 3: Alter der ältesten Kreditkarte
- Kriterium 4: Alter der aktuellen Adresse
- Kriterium 5: Alter des jüngsten Rahmenkredits
- Kriterium 6: Anzahl Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen 12 Monaten
- Kriterium 7: Anzahl Anfragen außerhalb des Bankenbereichs in den vergangenen 12 Monaten
- Kriterium 8: Aufgenommene Ratenkredite in den vergangenen 12 Monaten
- Kriterium 9: Längste Restlaufzeit aller Ratenkredite
- Kriterium 10: Kreditstatus
- Kriterium 11: Immobilienkredit
- Kriterium 12: Vorliegen einer Identitätsprüfung
Jedes dieser Kriterien bringt eine bestimmte Anzahl an Punkten, die am Ende nachgerechnet werden können. Jedoch ist die Skala nicht mehr von 0 bis 100%. Du berechnest einen neuen Scorewert:
Weitere wichtige Änderungen beim neuen Score: Die Skala
- Skala: Die Bewertung erfolgt auf einer Punkteskala von 100 bis 999.
- Bedeutung: Eine höhere Punktzahl bedeutet wie bisher eine bessere Bonität.
Neuer SCHUFA-Score: Das sind seine Prinzipien
Prinzip 1: Erklärbarkeit
Bisher gab es nicht nur einen SCHUFA-Score, sondern mehrere verschiedene. Es existierten sechs Scores für unterschiedliche Branchen, zum Beispiel für Banken, Telekommunikation oder den Handel. Zusätzlich gab es noch viele individuell angepasste Scores für einzelne Unternehmen.
Dadurch war das System sehr kompliziert. Je nach Score wurden unterschiedliche Kriterien verwendet oder unterschiedlich stark gewichtet. Insgesamt kamen so rund 100 verschiedene Kriterien zusammen.
Der neue SCHUFA-Score macht das deutlich einfacher:
Aus mehr als 250 möglichen Kriterien wurden die 12 wichtigsten und verständlichsten Kriterien ausgewählt. Außerdem werden die bisherigen Branchenscores künftig zu einem einzigen, einheitlichen Score zusammengefasst.
Prinzip 2: Transparenz
Mit dem neuen Score setzt die SCHUFA stärker auf Transparenz.
Du sollst künftig genau nachvollziehen können, wie dein Score berechnet wird. Über einen SCHUFA-Account kannst du deine gespeicherten Daten kostenlos online einsehen. Dort gibt es auch ein Erklärtool, das zeigt, wie dein Score aus deinen Daten berechnet wird.
Der Vorteil:
Du siehst denselben Score, den zum Beispiel auch eine Bank sehen würde – und zwar schon bevor du einen Antrag stellst.
Prinzip 3: Beeinflussbarkeit
Du kannst deinen Score besser beeinflussen. Viele Menschen fragen sich, wie sie ihren SCHUFA-Score verbessern können. Der neue Score macht das leichter verständlich.
Die Berechnung funktioniert künftig mit einem Punktesystem.
Jedes der 12 Kriterien bringt eine bestimmte Anzahl Punkte. Diese Punkte werden zusammengezählt und ergeben deinen Score.
So kannst du einfacher erkennen:
- welche Faktoren deinen Score verbessern
- welche ihn verschlechtern
- und wie sich dein Verhalten auf den Score auswirkt
Prinzip 4: Fairness
Der neue SCHUFA-Score soll auch fairer sein. Einzelne Ereignisse wirken sich künftig weniger stark negativ aus.
Ein Beispiel:
Wenn du dich für eine Kreditkarte interessierst, wird das künftig als ein Vorgang gewertet. Bisher konnten sowohl die Anfrage als auch der spätere Vertragsabschluss den Score beeinflussen.
Auch mehrere Anfragen innerhalb von 28 Tagen werden zusammengefasst.
Beispiel:
Wenn du dich bei drei Banken nach einer Kreditkarte erkundigst und dich danach für eine entscheidest, wird das im neuen System nur als eine Anfrage gewertet. Dadurch fällt die mögliche Verschlechterung deines Scores deutlich geringer aus.
Das brauchst du für den neuen Score bei der SCHUFA
- Du bist im 18. Lebensjahr und wohnst in Deutschland
- Du hast eine gültige Karte für eID-Verfahren z.B. Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion
- Zugang zu einem mobilen Gerät, wie z. B. Smartphone, Tablet, Laptop
- Anmeldung muss per E-Mail bestätigt werden
Quelle: Schufa-Warteliste
Kein eID und trotzdem den Score sehen?
Soweit ich das verstehe, kannst du den Score ab März auch bei bonify sehen. Dafür genügen die aktuellen Identifikationsmethoden. Der Personalausweis genügt, eID benötigst du nicht. Ob das die Wahrheit ist, werde ich recherchieren und später hier verlinken.
Hier bekommst du den neuen SCHUFA-Score kostenlos zu sehen
Hier deine Möglichkeiten zum kostenlosen Einblick in den neuen SCHUFA-Score ab Tag 1. Bei der SCHUFA (Warteliste) und bei bonify (sofort den Basisscore sehen, ab Tag 1 den neuen Score:
Quellen:
Die Prinzipien des neuen SCHUFA-Scores erklärt
SCHUFA setzt bei neuem Score auf völlige Transparenz
SCHUFA-Account: Die SCHUFA legt den Grundstein für die Einführung des neuen Scores
Die 10 wichtigsten Fragen zum neuen SCHUFA-Account
Neuer SCHUFA-Score: Ab dem ersten Tag kostenlos in deiner bonify-App